EinnistungEinnistung

Die Einnistung – Fachleute sprechen auch von Nidation - ist ein wichtiger Meilenstein der Schwangerschaft und eine Grundvoraussetzung, dass sich ein Baby entwickeln kann. Nach erfolgter Befruchtung muss sich die Eizelle sicher in der Gebärmutterschleimhaut einnisten und den Kontakt zum mütterlichen Blutkreislauf herstellen, durch den sie während der kommenden Schwangerschaftswochen und -monate versorgt werden wird.

 

Zwischen der Befruchtung der Eizelle und ihrer Einnistung in die Gebärmutter vergehen durchschnittlich 6 bis 10 Tage. In dieser Zeit teilt sich die befruchtete Eizelle und wandert mit Hilfe von Flimmerhärchen, die sie voran befördern durch den Eileiter in Richtung die Gebärmutter. Bereits drei Tage nach der Befruchtung besteht der Keim, der in diesem Stadium Zygote genannt wird, aus 32 Zellen. Bis zum Erreichen der Gebärmutter und zum Einnisten dort hat sich die Eizelle bereits vielfach geteilt und besteht nun aus rund 200 Zellen.

 

In der Gebärmutter baut sich derweil wie in jedem Menstruationszyklus, eine fruchtbare, dicke Schleimhaut auf, in die sich die Zygote nun einnisten wird. Dabei sinkt sie vollständig in die Gebärmutterschleimhaut ein.

 

 

Einnistungsblutung und Einnistungsschmerz

Während der Einnistung kann es zu einer leichten Einnistungsblutung kommen. Dies ist normal und kein Grund zur Besorgnis. Einige Frauen berichten auch von einem leichten Schmerz, der von ihnen Frauen als „Zwicken bei der Einnistung“ wahrgenommen wird. Dieser kann aber leicht mit Schmerzen verwechselt werden, die beim Auftreten einer Regelblutung in manchen Fällen verspürt werden. Gewissheit über eine Schwangerschaft kann erst ein positiver Schwangerschaftstest geben.

 

Bisher hat die befruchtete Eizelle keine Möglichkeit sich mit Nährstoffen zu versorgen. Dies ändert sich mit der Einnistung. Die Eizelle verbindet sich mit der Gebärmutterschleimhaut; sie dockt gewissermaßen dort an.

 

Der Keim (Zygote) besteht nun aus einer inneren Zellschicht und einer äußeren. Die innenliegen Zellen entwickeln weiter sich zum eigentlichen Embryo. Dagegen werden die äußeren Zellen später den Mutterkuchen (Plazenta) bilden. Genau diese Zellen dringen nun in die Schleimhaut der Gebärmutter ein und stellen so die Verbindung zum mütterlichen Organismus und ihrem Blutkreislauf her. Dabei kann es zur Verletzung der mütterlichen Blutgefäße kommen. Dies führt zu bei einigen Frauen zu einer leichten Einnistungsblutung und kann auch den sogenannten Einnistungsschmerz verursachen.

 


Hormonveränderungen durch die Einnistung

Eine erfolgreiche Einnistung führt zu einer Hormonveränderung. Der Körper der Frau stellt sich gewissermaßen hormonell auf „schwanger“ um. Die Zellen, die nun beginnen den Mutterkuchen zu bilden schütten das Schwangerschaftshormon HCG aus. Dies ist das Signal an die Eierstöcke in den nächsten Monaten keine Eizellen heranreifen zu lassen und auch die Gebärmutterschleimhaut mit dem eingenisteten Embryo nicht abzustoßen.



Der HCG-Anstieg im Körper führt auch zu einem Anstieg des Schwangerschaftshormons im Urin. Dieser Hormonanstieg wird ausgenutzt um eine Schwangerschaft mittels eines Schwangerschaftstest nachweisen zu können. Herkömmliche Schwangerschaftstests sind ab einem Tag nach Ausbleiben der Regelblutung verwendbar.